Der religiöse Schwarm 2.22/5 (8)

Ignoranz und vor allem das eingebildete Wissen über die jeweils andere religiöse Kultur wirkt

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Um Ignoranz und eingebildete Urteilsfähigkeit über religiöse Kulturen zu vermindern, wird eine vergleichende Betrachtung der Weltreligionen versucht, die zum einen das jeweilige religiöse Empfinden der Gläubigen nachvollziehbar machen soll und zum anderen die gemeinsamen fundamentalen Glaubenssätze der Weltreligionen hervorhebt. Dies wird erleichtert durch eine Gruppierung der Weltreligionen zum Einen in die „ursprünglichen“ religiösen Denkweisen des Judentums, Hinduismus, des chinesischen Denkens und des griechischen Denkens der Vorsokratiker und zum Anderen in die „nachgeschaffenen“ religiösen Denkweisen des Christentums, Islam, Buddhismus, Konfuzianismus und Taoismus sowie der Philosophie des Sokrates. Wir können feststellen, dass eine Mehrheit der Juden, Christen, Moslems, Hindus, Buddhisten, Gläubige des Konfuzianismus und Taoismus annimmt, nur sie allein glauben an die einzig göttliche Wesenheit bzw. an die heilige „Letzte Wahrheit“. Um eine multi-religiöse Wissens- und Denkkultur zu inspirieren, wird der Frage nachgegangen: „Welche grundsätzlichen mystischen Erfahrungen unseres Selbst werden den Gläubigen ermöglicht und was für grundsätzliche Glaubenssätze sind für eine echte Religiosität notwendig“. Es wird auf drei fundamentale Glaubenssätze (religiöse Axiome) hingewiesen, die in allen Weltreligionen als unantastbar wahr und nicht beweisbar angenommen werden. Dies legt nahe, dass eine notwendige, religiöse Annäherung in den Religionen selbst ruht. Der geneigte Leser wird feststellen: „In allen Weltreligionen wird eigentlich an die gleiche, einzig göttliche Wesenheit bzw. ‚Letzte Wahrheit‘ und ihre ethische Essenz geglaubt. In allen Weltreligionen wird die Existenz eines geistigen Selbst ‚Seele‘ angenommen, die einen Splitter dieser göttlichen Ethik trägt und einen Pfad zur Ethik der als göttlich verehrten, geistigen Wesenheit sucht.“ Es wird verdeutlicht, dass diese Gemeinsamkeiten durch einen, manches mal fanatisch verfochtenen Alleinvertretungsanspruch der Religionen verdeckt werden. Aber, wie die vergleichende Betrachtung der Weltreligionen zeigt, weist die Geistesverwandtschaft in den grundsätzlichen Glaubenssätzen auch auf ein „Weltethos“ hin, das vor den Religionen liegt. Um die Notwendigkeit einer zeitgemäßen Deutung der, in der archaischen Denk- und Formulierwelt gefassten „Heiligen Schriften“ zu demonstrieren, werden physikalische Sichtweisen auf wesentliche Glaubenssätze der Weltreligionen bedacht.


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