Mischa 3.93/5 (10)

„Wann kommt Papa nach Hause?“, wollte die kleine Anita von ihrer Mutter wissen.
„Das weiß ich nicht“, sagte Johanna Berg beruhigend, obwohl sie wusste, dass ihr Mann von den Russen abgeholt worden war, weil er sich für die Rechte der Deutschen eingesetzt hatte. Wahrscheinlich hatten sie ihn noch in der gleichen Nacht erschossen.
„Warum haben die Männer unseren Papa verhaftet?“, hakte Anita mit besorgter Miene nach.
„Weil wir Faschisten sind“, mischte sich der vierzehnjährige Gregor ein. Seine sechsjährige Schwester brachte ihn mit ihren Fragen schon immer schnell aus der Fassung.
„Sind wir das, Mama? Faschisten?“, wimmerte das erschrockene Mädchen. Tränen glitzerten in ihren vor Angst flackernden Augen.
„Nein, Liebes“, antwortete Johanna mit zittriger Stimme.

„Wann kommt Papa nach Hause?“, wollte die kleine Anita von ihrer Mutter wissen.
„Das weiß ich nicht“, sagte Johanna Berg beruhigend, obwohl sie wusste, dass ihr Mann von den Russen abgeholt worden war, weil er sich für die Rechte der Deutschen eingesetzt hatte. Wahrscheinlich hatten sie ihn noch in der gleichen Nacht erschossen.
„Warum haben die Männer unseren Papa verhaftet?“, hakte Anita mit besorgter Miene nach.
„Weil wir Faschisten sind“, mischte sich der vierzehnjährige Gregor ein. Seine sechsjährige Schwester brachte ihn mit ihren Fragen schon immer schnell aus der Fassung.
„Sind wir das, Mama? Faschisten?“, wimmerte das erschrockene Mädchen. Tränen glitzerten in ihren vor Angst flackernden Augen.
„Nein, Liebes“, antwortete Johanna mit zittriger Stimme.

*****

„Schnell! Packt eure Sachen und verschwindet von hier! Die kommen, um euch zu holen!“ Ein aufgeregter Nachbar stürmte ins Haus und zerrte an Johanna und ihren Kindern, um sie zur Eile zu bewegen.
Michael schaute seine Mutter und die Geschwister mit weit aufgerissenen Augen an. Er rannte zum Fenster und sah, wie sich mehrere Männer mit Gewehren und finsteren Mienen dem Haus näherten. Einer schoss auf ihren Hund, als der sich auf die Eindringlinge stürzen wollte. Der laute Knall ließ alle zusammenfahren. Das arme Tier war auf der Stelle tot. Durch Michaels Körper ging ein Ruck. Anita begann zu weinen, das Baby greinte.

*****

„Nein!“, schrie Johanna, als sie samt ihren Kindern von den Soldaten abgeführt wurde und zusehen musste, wie ihr Haus in Flammen aufging.
„Verräter, Faschisten, Teufel …“, hallten die Worte der Dorfbewohner in ihr nach, als Familie Berg und einige anderen Deutsche Richtung Bahnhof eskortiert wurden, um später in Viehwaggons nach Sibirien abtransportiert zu werden …

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